Diese Einrichtung ist ein eigenständiges medizinisches Fachgebiet und hat sich aus der allgemeinen Psychiatrie heraus entwickelt. Schon im Jahr 1887 veröffentlichte Hermann Emmighaus das erste Lehrbuch auf diesem Gebiet. Otto Löwenstein war es, der ab dem Jahr 1926 die erste klinische Einrichtung weltweit in Bonn leitete. Um in der Kinderpsychiatrie bei beispielsweise OMR. Dr. Hannelore Steinböck zu arbeiten, benötigt man selbstverständlich ein vollständig abgeschlossenen Medizinstudium, gefolgt von einer 5- jährigen speziellen Weiterbildung. Davon durchläuft man vier Jahre in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, 2 Jahre direkt im Stationsdienst sowie ein weiteres Jahr in der Psychiatrie. Danach kann man sich dieser sehr wertvollen Arbeit mit den Kindern hingeben.

Die Schwierigkeiten beginnen bei Kindern oft schon sehr früh, ob dies Schwierigkeiten beim Füttern sind oder mit dem allgemeinen Essen. Wichtig ist, dass man die Probleme bzw. Signale der Kinder rechtzeitig erkennt und sich auch rechtzeitig Hilfe sucht. Häufig tritt bei Kinder auch eine Art Aggressivität auf, sie verhalten sich aufsässig und trotzig gegenüber den Eltern, anderen Kinder oder im Kindergarten und in der Schule. Oftmals haben sie auch ein etwas gestörtes Sozialverhalten bei all diesen Zeichen sollte eine Psychiatrie für Kinder aufgesucht werden. Auch bei Krankheiten wie dem Tourette-Syndrom oder bei Epilepsien ist ein Kinderpsychologe der richtige Ansprechpartner. Oft haben Kinder auch bei der Trennung der Eltern große Probleme damit umgehen zu lernen, speziell, wenn es um Sorgerechts- oder Umgangsregelungen geht, auch in diesen Fällen ist es wichtig sich mit einem Kinderpsychologen zu beraten.

Die Kinderpsychiatrie hilft bei der Vorbeugung, Diagnostik und bei der Behandlung von psychischen, psychosomatischen sowie neurologischen Störungen in der Kindheit. Die Diagnose und Therapie bei psychischen Problemen zum Beispiel nach Belastungen die sehr akut sind, wie traumatisierende Ereignisse, die nach Misshandlungen, sexuellen Übergriffen und auch bei Konflikten in Familien auftreten ist sehr wichtig. Auch, wenn ein Kind unter ADHS und somit unter einer Aufmerksamkeitsstörung und einer großen Impulsivität leitet, ist der Weg in eine Kinderpsychiatrie der einzig richtige. Es kann den Kindern auch bei Entwicklungsstörungen, Schulproblemen, Auffälligkeiten in der Motorik oder der Sprache, da heißt bei neurologischen Auffälligkeiten in der Entwicklung, geholfen werden. Kinder leiden auch häufig unter emotionalen Störungen wie starken Ängste und Stimmungsschwankungen. Auch bei seelischen Problemen, chronischen Erkrankungen, auffälligen Essstörungen, bei geistigen Behinderungen und extremen Verhaltensstörungen findet man in der Kinderpsychiatrie die notwendige und geschulte Hilfe.

Es ist auf jeden Fall wichtig einen Psychologen aufzusuchen, wenn bei Kindern Auffälligkeiten auftreten, damit schon in der Kindheit professionell daran gearbeitet werden kann.

Teilen