Eine Kinderpsychiatrie ist essenziell und eine wichtige Instanz für Kinder mit psychischen Erkrankungen, weil die Unterbringung von Kindern nicht mit Erwachsenen erfolgen kann und im pädagogischen Sinne destruktiv ist. Denn Kinder brauchen eine besondere pädagogische Unterstützung, weil ihnen - neben der psychischen Erkrankung - weitere erzieherische Werte vermittelt werden müssen, um eine stabile Entwicklung zu gewährleisten, trotz eines psychischen Leidens.

Die Einweisung in eine Kinderpsychiatrie erfolgt mithilfe einer Überweisung, die vom Hausarzt ausgestellt wird. In der Regel erfolgt ein Vorsprechtermin in der Klinik. In akuten Fällen, wie zum Beispiel bei einer Suizidgefährdung, ist die Aufnahme ohne Einweisung möglich.

Je nach Schwere und Erkrankungsbild, gibt es verschiedene Kliniken, mit entsprechender Spezialisierung. Gegebenenfalls kann eine allgemeine Klinik das Krankheitsbild eingrenzen, bzw. diagnostizieren und das zu behandelnde Kind im Anschluss an eine entsprechende Klinik zur Weiterbehandlung überweisen.
Therapiemöglichkeiten

Zielführend ist die Integration des Kindes in den Alltag. Dies wird mithilfe verschiedener Therapien erreicht. Diesbezüglich gibt es die ambulante Therapie, die ohne Übernachtung des Kindes in der Klinik stattfindet. Bei einem akuten Krankheitsbild ist diese Therapieform grundsätzlich nicht intensiv genug.

Konträr dazu steht die stationäre Therapie. Diese Therapieform schafft ideale Diagnostikbedingungen, sodass ein schweres Krankheitsbild adäquat behandelt werden kann. Die stationäre Therapie ist somit die intensivste Form der Behandlung.

Um den Übergang in den Alltag zu erleichtern, gibt es noch die Tagesklinik. Obwohl Ähnlichkeiten zur ambulanten Therapie bestehen, weil das Kind nur halbtags vor Ort ist, profitiert das Kind von einem strukturierten Tagesablauf. Gegensätzlich zur Ambulanz, wird das Kind umgehender betreut und durch die Woche, von Montag bis Freitag, begleitet. Es handelt sich dabei um eine teilstationäre Behandlung.

Welche Therapieform die beste ist, lässt sich nicht pauschalisieren oder eingrenzen, denn dies liegt im Ermessen eines Facharztes.
Krankheitsentstehung - Was sind die Hintergründe?

Der Ausbruch einer psychischen Erkrankung ist eine immense Belastung und gleichzeitig ist es auch ein Tabuthema - bis heute. Doch um das Wohl des Kindes zu sichern, ist es wichtig sich professionelle Hilfe zu suchen. Dies kommt nicht nur dem Kind zugute, sondern auch den Angehörigen und Eltern. Wichtig ist die Sachlichkeit und eine offene Kommunikation, die frei von Schuldzuweisungen ist.

Die Entstehung von psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen können von diversen Faktoren begünstigt werden. So können Mobbing in der Schule, eine genetische Disposition oder der Konsum von Drogen - bei Kindern selbstverständlich unwahrscheinlich - ausschlaggebend für den Ausbruch sein.

Letztlich ist auch hier die Ursache schwer zu klären, während die Symptomatik, im Fortschritt der Medizin, in einer Kinderpsychiatrie, zum Beispiel durch OMR. Dr. Hannelore Steinböck, gut behandelbar ist. Letztlich gibt es gute Behandlungsmöglichkeiten, die erprobt sind, unabhängig davon, wie schwer das Krankheitsbild ist.

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